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Europakompetenz früh fördern: Europagarten für Kinder in München

Kooperation mit Polnischem Kulturzentrum

26.06.2007 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Seit dem schlechten Abschneiden Deutschlands bei der Pisa Studie ist die frühkindliche Bildung ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Seither werden in Wissenschaft und Politik vermehrt Forderungen laut, Kinder im Vorschul- und Grundschulalter spezieller im Hinblick auf die späteren Anforderungen in Ausbildung und Beruf zu fördern: Dies heißt in erster Linie,
  • die sozialen und sprachlichen Kompetenzen unterstützend auszubauen sowie
  • ein mathematisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis zu wecken.


Die Kinder beschäftigen sich mit den Illustrationen von Iwona Cala

Die Forschungsgruppe Jugend und Europa hat sich in diesem Zusammenhang der Frage zugewandt, wie der Erwerb von Europakompetenzen in das Kompendium der frühkindlichen Förderung aufgenommen werden kann. In Kooperation mit dem Polnischen Kulturzentrum in München und dank der Initiative durch die Leiterin Dr. Grazyna Strzelecka war sie daher am 19.06.2007 Mitveranstalterin des Europa-Workshop für Kinder. Hierzu waren vom Polnischen Außenministerium die Kinder der 2. und 3. Klasse der AG Bildnerisches Gestalten der Ernst Reuter Grundschule in München eingeladen, um mit der polnischen Kinderbuchillustratorin Iwona Cala aus Lodz gemeinsam im "Europagarten" zu experimentieren.

In drei Schritten haben hier die Kinder die Erfahrung gemacht,

  1. in Dialog zu treten mit etwas Unbekanntem, zu sehen, zu fragen und zu verstehen

(Schritt 1: Einführung und Vorstellung)

  1. die eigene Identität zur reflektieren: das bin ich und das kann ich einbringen

(Schritt 2: Selbstbewusstsein und Austausch) und

  1. gemeinsam etwas entstehen lassen: die Fähigkeiten und Ideen der anderen konstruktiv einzubeziehen

(Schritt 3: gemeinsames Ergebnis).


Der Europagarten gelingt gemeinsam

Die Kinder erhielten zu jedem Schritt des Workshops jeweils kleine praktische Aufgaben. Durch den kreativen Umgang mit Farbe und kleine Übungen zum bildnerischen Gestalten konnten sie in einem gleichberechtigten Miteinander und in einem multikulturellen und mehrsprachigen Umfeld entdecken, dass Europa

  • bei mir selbst und an meinem Ort beginnt
  • mir Raum für meine eigenen Ideen gibt
  • so bunt und vielfältig ist, wie wir selbst es sind
  • wir erleben können und
  • nur gemeinsam entsteht.

Kinder sind von Natur aus neugierig, sie wollen die Welt entdecken und verstehen. Das konnte auch dieser Europaworkshop bestätigen. Von den Erwachsenen fordern sie dabei ein klares Bezugs- und Ordnungssystem ein, um ihre Erfahrungen verarbeiten zu können. Wie dies auf die europäischen Grundwerte aufbauen kann, hat der Workshop veranschaulicht: mit eigenen Ideen gemeinsam einen eigenen Garten zu gestalten.

Projekte der Forschungsgruppe Jugend und Europa werden im Rahmen des Kinder- und Jugendplan des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.


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