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Stärkung des europäischen Bürgerbewusstseins

Aberdeen College zu Gast am C·A·P

08.02.2007 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Am 06.02.07 trafen Bill Stalker, David Leith und Pauline May, Vertreter des Aberdeen College zu einem Fachaustausch mit Eva Feldmann-Wojtachnia und Tamir Sinai der Forschungsgruppe Jugend und Europa am C·A·P zusammen.


Eva Feldmann-Wojtachnia, David Leith, Pauline May, Bill Stalker und Tamir Sinai (von links nach rechts)

Im Mittelpunkt der Gespräche standen folgende inhaltliche Fragen:

  • Wie lässt sich "Europäische Bürgerschaft" für formelle Bildungskontexte definieren? Wie kann ein entsprechendes Konzept erfolgreich umgesetzt werden?
  • In welcher Weise können Fragen der nachhaltigen Beschäftigungsfähigkeit mit dem Konzept von Europäischer Bürgerschaft verbunden werden?
  • Wie kann eine (politisch motivierte) Partizipation von jungen Menschen im Generellen und in ihrer europäischen Dimension gestärkt werden?

Eingangs erläuterte der Direktor für Europäische Projekte Bill Stalker den pädagogischen Ansatz des Aberdeen Colleges zur Förderung des Europäischen Bürgerbewusstseins. Seine beiden Kollegen stellten im Anschluss hieran die Umsetzungsstrategie zur Diskussion. Eva Feldmann-Wojtachnia stellte hierauf das Bildungskonzept der Forschungsgruppe Jugend und Europa vor, wobei sie den Schwerpunkt auf die von der FGJE entwickelten Umsetzungsmodelle legte. Hierzu zählen in erster Linie:

  • Europakompetenzseminare
  • Simulationen zu aktuellen europapolitischen Themen und
  • Dialogveranstaltungen mit der Politik.

Ziel des Bildungskonzeptes der Forschungsgruppe Jugend und Europa ist es, jugendgerecht und partizipationsleitend jungen Menschen die entsprechenden Medien-, Europa- und Dialog-Kompetenzen an die Hand zu geben. Allen Modellen liegt ein grundsätzlicher Partizipationsgedanke zugrunde. Die Forschungsgruppe Jugend und Europa versteht Partizipation als einen demokratischen Lernprozess, welcher bei der bewussten Auseinandersetzung mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens beginnt und bis zum bürgerschaftlichen Engagement reichen kann. Dies bedeutet je nach Bildungskontext, mögliche kulturelle, wirtschaftliche, technologische, soziale und politische Ansatzpunkte zur Beteiligung junger Menschen spezifisch zu erschließen und jeweils die europäische Dimension hierbei zu reflektieren. Nach Auffassung der Forschungsgruppe Jugend und Europa ist es hierzu unerlässlich, dass junge Menschen in die Lage versetzt werden, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. In diesem Zusammenhang erörterte Tamir Sinai, auf welche Weise mittels europapolitischer Simulationen speziell junge Menschen in einen umfassenden Lernprozess werden können und damit ihr europäischer Bürgersinn nachhaltig gestärkt wird.

Als besonders wichtig unterstrichen abschließend alle Beteiligten europäische Austauschprojekte für junge Menschen, bei denen für sie Europa konkret fassbar wird, sich mit Gesichtern verbindet und die Möglichkeit bietet, über Länder- und Sprachgrenzen hinweg neue Erfahrungen zu sammeln. In diesem Sinne wurden Kooperationsprojekte zwischen der Forschungsgruppe Jugend und Europa und dem Aberdeen College als ein möglicher erster Schritt zur Stärkung des europäischen Bürgerbewusstseins und zur Vertiefung der diskutierten Fragen ins Auge gefasst.


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