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C·A·P-Alumni-Treffen ein großer Erfolg

Über 60 ehemalige Studenten und Mitarbeiter diskutieren in München

29.11.2006 · C·A·P


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Über 60 Teilnehmer versammelte das diesjährige Treffen ehemaliger Studenten und Mitarbeiter von Professor Werner Weidenfeld im Rahmen des Alumni-Netzwerkes des C·A·P. Nicht wenige Teilnehmer fühlten sich in den Räumen des Geschwister-Scholl-Institutes für Politische Wissenschaft an alte Studientage zurück erinnert.


Dr. Jürgen Gros

Die Treffen blicken auf eine lange Tradition zurück. Bereits in Tagen, als Professor Weidenfeld noch einen Lehrstuhl an der Universität Mainz innehatte, kam der stetig anwachsende Alumnikreis regelmäßig zusammen. Beim Treffen vom 24. November 2006 handelte es sich bereits um das dritte seiner Art in München. Im zwanglosen Beisammensein wurden so neue Kontakte geknüpft und alte gepflegt. Doch auch der intellektuelle Austausch kam Dank der konzeptionellen Verbindung von Alumni-Treffen einerseits und Fachtagung andererseits nicht zu kurz.


Bernd Oswald, Dr. Manuela Glaab, Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte

Überschrieben war die diesjährige Veranstaltung mit dem Titel; "Die große Koalition und die Zukunft Deutschlands – Anfang vom Ende des Reformstaus?" Nach einem Jahr schwarz-roter Regierungstätigkeit zogen die Diskutanten Dr. Manuela Glaab (Leiterin der Forschungsgruppe Deutschland am C·A·P), Dr. Jürgen Gros (Genossenschaftsverband Bayern e.V), Daniel von Hoyer (Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag) und Bernd Oswald (Süddeutsche Zeitung Online) unter Moderation von Prof. Dr. Dr. Karl-Rudolf Korte (Universität Duisburg-Essen) Bilanz. Die Regierungsparteien seien einerseits zu effizienter Zusammenarbeit gezwungen, da sie lediglich über eine funktionale Legitmation verfügten. Andererseits konkurrierten die Volksparteien jedoch um ihre Profilierung im Parteienwettbewerb. Diese widerstreitenden Imperative, so die zentrale These von Glaab, wirkten zusammen als Reformbremse. Aus Sicht der Wirtschaft zog Gros ebenfalls eine kritische Zwischenbilanz, obgleich sich in Berlin zusätzliche Optionen der Interessenvertretung aufgrund der Parteienkonstellation eröffneten. Dass die Opposition sich derzeit geschwächt präsentiert, konnte von Hoyer nicht leugnen. In strategischer Perspektive gehe es kurzfristig darum, den eigenen Positionen zur Reformpolitik Gehör zu verschaffen. Längerfristig gelte es,  Koalitionsoptionen zu erschließen. Die Medienberichterstattung verteidigte Oswald als notwendiges Korrektiv, das die Ein-Jahres-Bilanz der großen Koalition verdeutliche, dass weitere Reformanstrengungen vonnöten seien.


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