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RADIO EUROPA 2020 – Zukunft machen

130 Jugendliche aus zehn europäischen Ländern erarbeiten Zukunftsentwürfe für das 'Projekt Europa'

05.12.2005 · Forschungsgruppe Jugend und Europa


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Wie könnte die Zukunft des 'Projekts Europa' im Jahr 2020 aussehen? Antworten für unterschiedliche Lebensbereiche erarbeiteten 130 Jugendliche aus zehn europäischen Ländern im Rahmen des diesjährigen Europäischen Jugendcamps des Auswärtigen Amts "RADIO EUROPA 2020 – Zukunft machen" vom 18. bis 22. September in Berlin. Anliegen des Projekts ist es, Jugendliche zu einem konstruktiven Dialog über die Zukunft der europäischen Integration anzuregen. In seinem Impulsvortrag zu Beginn des Jugendcamps skizzierte der EP-Abgeordnete Elmar Brok die aktuellen Herausforderungen, denen sich Europa in den nächsten Jahren stellen muss. Neben der inneren und äußeren Handlungsfähigkeit der erweiterten Europäischen Union, die nur durch Reformen der EU-Entscheidungsprozesse auch künftig gewährleistet werden könne, müsse insbesondere die Distanz zu den Bürgern überwunden werden. Wenn dies nicht gelinge, kann Europa auch scheitern, so Brok. Die EU brauche eine neue Verfassung und der aktuelle Entwurf sei – bei allen Schönheitsfehlern im Detail – Ausdruck des gegenwärtig Erreichbaren. 


Elmar Brok, MdEP, bei seinem Impulsreferat zum Auftakt des europäischen Jugendcamps.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatten sich rund 300 Jugendliche in der Online-Werkstatt von RADIO EUROPA 2020 mit 61 Beiträgen eingebracht. Die Autoren der beieindruckendsten Beiträge wurden dann nach Berlin eingeladen. In sechs Redaktionen arbeiteten sie hier zu Themen wie Sprache und Identität in Europa, Arbeitswelt und Lebensplanung, Europas Rolle in der Welt, die Zukunft der Medien, Folgefragen neuer Technologien und die europäische Energieversorgung ihre Zukunftsbilder. Neben einigen eher düsteren Ausblicken, die quasi als Warnschild unterschiedliche Sorgen der Jugendlichen verdeutlichen, zeigten zahlreiche Szenarien auch mögliche Lösungen auf; eine neue Europahymne bündelte in verschiedenen Sprachen die Hoffnungen, die die Jugendlichen mit Europa verbinden. Die von den Jugendlichen entwickelten Szenarien wurden in einem Radioprogramm zusammengefasst, das mit europapolitischen Akteuren, u.a. mit Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer BMFSFJ, Norbert Glante, MdEP, Alexander Graf Lambsdorff, MdEP und Elisabeth Schroedter, MdEP diskutiert wurde. Die Europapolitiker zeigten sich durchweg sehr beeindruckt von den Szenarien der Jugendlichen. Bei der Erstellung der Szenarien und deren Übersetzung in unterschiedliche Formate wurden die teilnehmenden Jugendlichen von Szenario-Teamern und professionellen Radiomachern unterstützt. Alle Beiträge sind im Internet unter www.radio-europa-2020.de abrufbar. Hier können sich interessierte Jugendliche auch weiterhin mit Szenarien einbringen oder sich im Forum des Internetportals über die bereits eingestellten Beiträge austauschen. 

Radio Europa 2020 ist ein Projekt des Auswärtigen Amts und der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland. Die Durchführung wird vom Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) in Zusammenarbeit mit dem Institut für prospektive Analysen e.V. (IPA) und dem FEZ-Berlin geleistet.

Kontakt

Sascha Meinert
Institut für prospektive Analysen e.V
E-mail: meinert@ipa-netzwerk.de

Oliver Lah
Forschungsgruppe Jugend und Europa
Email: lah@fgje.de


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