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fore/sight – Strategien für die Gesellschaft von morgen

Zukunftskonferenz der Alfred Herrhausen Gesellschaft

Weimar, 16./17. Juni 2005

PDF-Programm der Konferenz

24.06.2005 · Forschungsgruppe Zukunftsfragen


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Josef Ackermann eröffnete die Konferenz. 

„Unser Land befindet sich mitten in einer Phase des Umbruchs“, ist Josef Ackermann, Sprecher des Vorstandes der Deutschen Bank, überzeugt: „Gewissheiten haben dabei nur eine begrenzte Haltbarkeit.“ Wie aber soll Deutschland in zwanzig Jahren aussehen? Wie ist der Wandel zu gestalten? Wie können Hoffnungen und Erwartungen, die sich mit einem Umbruch verbinden, Realität werden? Mit Bedacht hatte die Alfred Herrhausen Gesellschaft Weimar als Ort für ihre Zukunftskonferenz „fore/sight – Strategien für die Gesellschaft von morgen“ gewählt. Die Stadt Goethes und Schillers befindet sich mitnichten im „Osten“. Sie liegt vielmehr „in der Mitte Deutschlands und in der Mitte Europas“, wie der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus mit Stolz in der Stimme betont. Doch die zweitägige Zukunftskonferenz befasste sich nicht nur mit dem Land und dessen Gestaltung. Die 200 Meinungsmacher aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Wissenschaft gingen ebenso der Frage nach, ob eher Renditen denn Jobs das globale Unternehmen legitimieren – und ob die neue Weltsprache mehr vom Bild denn durch das Wort geprägt sein wird.

Wer produziert Zukunft?


Wolfgang Nowak, Sprecher der Alfred Herrhausen Gesellschaft, kündigt das abendliche Konzert des Weimarer Musikgymnasiums an.

„Am 22. Mai um 18.30 Uhr ist das Jahr 1968 zu Ende gegangen“, konstatierte Wolfgang Nowak, Sprecher der Herrhausen Gesellschaft, mit Blick auf die Verkündung, Neuwahlen des Bundestages anzustreben – und die erwartete Abwahl der rot-grünen Koalition. Doch was kommt nach den 68ern? Genau um diese Frage, wer nämlich künftig die Zukunft produziere, gingen auf der Konferenz im Juni diejenigen nach, die die politischen Geschicke des Landes schon jetzt ein wenig prägen und die künftig eine größere Rolle spielen dürften. Die Abgeordneten Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Antje Hermenau, David McAllister, Philipp Rösler und Michael Roth symbolisieren die politische Zukunft des Landes. Sie vereint nicht nur Energie und Engagement, sondern ebenso Ausdauer und Mut. Vor allem aber: Sie alle leiden immer wieder unter jenen Älteren in ihren Parteien, die schon morgen von gestern sein dürften. Doch wie gelangen die 40-jährigen, jene bisher „ausgesperrte Generation“, in das Zentrum der Politik? Was wollen sie hier in einer neuerlichen Zeitenwende bewegen?


Antje Hermenau, David McAllister, Michael Roth, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, Philipp Rösler

Antje Hermenau verkörpert ein neues politisches Selbstverständnis. Die 40-jährige Grünen-Politikerin verließ Berlin, um in Dresden Politik zu gestalten. Landtag statt Bundestag, Opposition statt Regierung – ein solch selbst gewählter Karriereverlauf ist eher ungewöhnlich. Hermenau aber ist der Ansicht, in der Politik müsse man „Dinge machen, die im Zweifel dazu führen, dass man in der Opposition landet“. Eine konsequente Reformpolitik, fügt sie hinzu, sei ein Garant dafür, die Chance auf eine Wiederwahl zu mindern. Aber soll man deshalb nicht reformieren? Wohl kaum, ist sie überzeugt. Wer einen Aufbruch wolle, dürfe keine Angst haben. Der Weg zur Wahrheit aber ist nicht immer einfach. Gerade in Zeiten des Wahlkampfes fällt es vielen Politikern schwer, unerfreuliche Entwicklungen zu diagnostizieren, erst recht gar zwecks Linderung schmerzhafte Reformen zu beschließen. Die inoffizielle Parole „Bloß nicht zu ehrlich in den Herbst“, vermutet der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl-Theodor zu Guttenberg, gelte für alle Parteien. Guttenberg aber warnt vor Illusionen – die Menschen nähmen sie den Politikern ohnehin nicht mehr ab. „Eine klipp und klare Bestandsaufnahme“ müsse seine Generation verlangen. Und in einem Punkt schließt sich der Außenpolitiker Guttenberg der Landespolitikerin Hermenau an: „Wir brauchen Mut, abgewählt zu werden.“ Zwei oder drei „bittere Jahre“ mit unpopulären Maßnahmen und Kürzungen seien selbst mit der Folge einer Abwahl immer noch besser als sich stets vor der „Phalanx der Interessengruppen zu ducken“.

Die Kernaussage „Weniger Staat und mehr Freiheit“ stelle ein einigendes Band unter den meisten jüngeren Politikern von Union und SPD, von Grünen und FDP dar, ist David McAllister, CDU-Fraktionsvorsitzender im niedersächsischen Landtag, überzeugt: „Die politische Generation vor uns hat mehr Geld ausgegeben als sie eingenommen hat. Solch eine Schuldenpolitik ist asozial.“ Es wird eben die Aufgabe von Politikern dieser Generation sein, den Staat auf seine ursprünglichen Aufgaben zu beschränken. Die größte Herausforderung besteht dabei darin, „Reformen“ zu verwirklichen, die auf Kürzungen, nicht auf Wohltaten hinaus laufen. McAllisters Kollege, der niedersächsische FDP-Fraktionschef Philipp Rösler, sieht zwischen den heute 60-jährigen und der „Generation 40“ einen gravierenden Unterschied. „Wir sind solide, Selbstinszenierung ist nicht unser Ding“, ist er überzeugt. Die Generation der 68er in der Politik habe – bei allen erfreulichen gesellschaftspolitischen Liberalisierungen – abgewirtschaftet. Michael Roth, SPD-Bundestagsabgeordneter, sieht dies ähnlich: „Die 68er haben sich 20 Jahre lang gegenseitig bekämpft. Wir sind viel zu wenige, um Kannibalismus zu betreiben.“ Eines unterscheide seine Generation von ihren Vorgängern allemal: „Wir werfen keine Molotowcocktails, zerschlagen keine Pianos.“ 

Rendite oder Jobs?  


Unternehmerpanel mit Moderator Christoph Keese und Heinrich von Pierer.

Der Politik wird aufgrund der Schwäche des Staates ein sinkender Einfluss voraus gesagt. Werden die Unternehmen davon profitieren, werden sie künftig freier agieren können? Die Debatte um den „Kapitalismus“, polemisch pointiert auf das Wort von den „Heuschrecken“, hat diese Frage angerissen. Aber eben auch nur angerissen. Doch was legitimiert das globale Unternehmen in Gegenwart und Zukunft? Diese Frage stellte das zweite große Thema der Konferenz dar. Heinrich von Pierer, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Siemens AG, hat für den Verlauf der „Heuschrecken“- Diskussion wenig Verständnis. Sie habe vor allem Verunsicherung gesät. Er hält das Bild der Betriebe in Deutschland für verzerrt. „Es herrschen hier viel mehr Vertrauen und Respekt als vermutet wird“, ist er überzeugt. Man könne die Debatte zudem von ganz anderer Seite aufzäumen. Weltweit gebe es etwa 150 Millionen Wanderarbeiter: „Ist es nicht geboten, ihnen Arbeit zu verschaffen?“ In China, das ist nicht neu, hat die wirtschaftliche Entwicklung eine fast beispiellose Dynamik entwickelt. Doch diese beschleunigte Zunahme an Wohlstand basiert längst nicht nur auf wirtschaftlicher Freiheit. Entscheidend sei die Mentalität, meint von Pierer, die in Deutschland leider durch „Larmoyanz“ geprägt werde.

Der Publizist Warnfried Dettling beschreibt die Diskussion des Frühlings zuspitzend: „Die Erde ist eine Scheibe.“ So schwer sich die Menschen einst vorzustellen vermochten, nicht die Erde stehe im Mittelpunkt des Universums, so wenig könnten viele Deutsche dieser Tage nicht nachvollziehen, „dass sich nicht alles um die alten, reichen Länder dreht“. Dettling führt dafür viele Beispiele an – und nennt einzelne Sachverhalte: „Indien bildet mehr Ingenieure aus als Europa.“ Eine große Chance für Europa stellten kulturelle Parameter dar. Dettling spricht in diesem Kontext von den drei „T“, die über wirtschaftlichen Erfolg entschieden: Talente, Technologie und Toleranz.

Natürlich, in Deutschland mangelt es keineswegs an „Vorzeigeunternehmen“, auch wenn es zum guten Ton gehört, das eigene Land schlecht zu reden. Alexander von Witzleben gehört dem Vorstand von Jenoptik an. Die Erfolgsgeschichte bis in die heutigen Tage ist oft erzählt, doch immer wieder faszinierend. Unmittelbar nach der Revolution in der DDR musste das Unternehmen die Zahl seiner Mitarbeiter von 30.000 auf 1.200 reduzieren – nur jeder 25. Mitarbeiter durfte bleiben. Doch nach dieser Schrumpfkur und umfangreicher staatlicher Hilfe lief die Firma in Jena zu neuer Form auf. Längst ist es das größte und erfolgreiche Unternehmen in den neuen Ländern. Alexander von Witzleben mag sich daher am Wettbewerb um den Pessimismus in Deutschland nicht beteiligen: „Wir haben gute Jahre vor uns“, ist er überzeugt.


Josef Janning, stellvertretender Direktor des C·A·P

In seinem Fazit des ersten Konferenztages betonte Josef Janning den Bedarf an neuen Ideen. Der stellvertretende Direktor des C·A·P wies darauf hin, dass die überkommenen politischen Strukturen nicht mehr für die Lösung der anstehenden Probleme geeignet seien. Gleichzeitig machte er bei den jungen Politikern bereits ein Umdenken aus. Sie orientierten sich mehr am Manageransatz und moderierten statt zu missionieren. Die junge Politik könne dabei von der Wirtschaft und ihren Umstrukturierungsprozessen lernen. Allen müsse aber bewusst sein, dass Gesellschaften sich langsamer wandelten als Unternehmen. Die offenen Räume, in denen Politik und Wirtschaft heute agierten, machten einen solchen mühsamen gesellschaftlichen Umbauprozess unausweichlich. Dabei sollten Unternehmer und Politiker gemeinsam nach innovativen Ideen suchen.

Am Anfang das Wort - am Ende das Bild?

Wenn wir uns unserer Kindheit erinnern, wenn wir träumen und phantasieren, an die Zukunft denken, so tun wir das vor allem in Bildern. Bewusst wie unbewusst. Die Informationsflut, derer wir täglich Herr werden, speist sich aus Bildern wie Worten. Bilder begegnen uns an jedem Ort, wir speichern, verarbeiten, verbreiten sie selbst. Wird die „neue Weltsprache“ aus Bildern bestehen, wird das „Wort“, das am Anfang stand, beiseite gedrängt? Diese Frage bildete den dritten Schwerpunkt der Konferenz. Tom Jacobi, Art Director des „stern“ ist überzeugt: „Wer die Sprache der Bilder beherrscht, besitzt den Schlüssel des Zugangs zum Menschen.“ Aus nur wenigen Worten entstehe stets ein Bild, selbst blinde Menschen dächten in Bildern. Mit Bildern könne man Menschen emotional packen, sagt Jacobi.


Kreative Bilderproduzenten: Sebastian Turner, Taylor Hackford, Tom Jacobi, Stephan Sattler, Richard Burdett

Wie sehr Bilder bewusst geschaffen werden, um Botschaften zu transportieren, schildert Sebastian Turner, Vorsitzender des Vorstands der Scholz & Friends AG. Die Kampagne für Deutschland während der Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr fußt auf dem Leitthema „Land der Ideen“, welches mit Bildern transportiert werden soll. Bis zu 20.000 Journalisten berichteten über die WM, erwartet Turner. Ihnen allen werden nicht nur Elfmeter und Freistöße als Bilder angeboten. So wird ein 15 Meter hoher Fußballschuh den Rasen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin zieren, ein Automodell wird am Pariser Platz installiert. Kurzum: Bilder sind gefragt. Dass Strukturen und Formen von Städten und der Architektur stets auf politischen und sozialen Bedingungen basieren, hebt Richard Burdett hervor. Der Professor für Architektur und Stadtplanung an der London School of Economics (LSE) zeigt Luftaufnahmen von London, New York und Barcelona. Diese vergleicht er mit den soziologischen Strukturen und kommt zu dem Schluss, der Inhalt präge die Form. Vor welcher Herausforderung die Welt steht, demonstriert Burdett mit einer Statistik. Demnach liegt das Bevölkerungswachstum pro Stunde in London bei Null, das Ruhrgebiet verliert gar drei Einwohner pro Stunde. In Mexiko City aber kommen 31 Menschen stündlich hinzu, in Lagos sind es 53. Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, gewinnt pro Stunde 67 neue Einwohner.

Strategien für die Gesellschaft von morgen


Fünf Antworten auf zentrale Zukunftsfragen, Moderator Werner Weidenfeld mit den fünf Impulsreferenten.

Im vierten Panel wurden prägnante Zukunftsentwürfe für fünf bedeutende gesellschaftliche Bereiche angerissen: Wirtschaft, Kommunikation/Design, Politik, Demokratie und Kampf der Kulturen. Christoph Keese, Chefredakteur der Welt am Sonntag, erklärte dabei den Kapitalismus zur "besten Wirtschaftsform" und forderte sowohl Unternehmer als auch Politiker auf, erodiertes Vertrauen in den Kapitalismus zu stärken. Lutz Engelke, Geschäftsführer von Triad Berlin, sprach von einer "Politik jenseits der Politik" und verwies dabei auf hochpolitische kreative Akteure, die in transnationalen Netzwerken politisch aktiv sind. Die Gesellschaft müsse sich mit den überkommenen soziopolitischen Strukturen auseinandersetzen, den Raum des politischen überdenken und über unkonventionelle Akteure nach vorne blicken. Hans-Ulrich Jörges, stellvertretender Chefredakteur des stern, forderte mehr Risikobereitschaft vom Einzelnen ein. Dazu gelte es, die Arbeitnehmer am Unternehmensrisiko zu beteiligen, um sie an das Marktdenken heranzuführen. Mit seinem eindringlichen Appell: "Die Deutschen müssen endlich geistig in der Globalisierung ankommen und ihre Fixierung auf den Nationalstaat überwinden", schloss er sein Statement mit Blick nach vorne. Karl-Rudolf Korte, Politikprofessor and der Universität Duisburg Essen, setzte sich systematisch mit dem aktuellen Thema "Demokratie" auseinander und entwarf vier mögliche Zukunftsbilder von Demokratien. Der Buchautor Günter Lachmann befasste sich schließlich mit dem Erstarken des Islam in Europa. Seine These: "In Europa hat sich eine Kultur des Nichts ausgebreitet, die über kurz oder lang entweder vom Christentum oder vom Islam gefüllt wird." Lachmann forderte eine eine solide, zwischen Innen- und Außenressort abgestimmte Islampolitik. Die universelle Geltung der Menschenrechte müsse gegen den Islamismus verteidigt und die muslimischen Einwanderer demokratiefähig gemacht werden.

Werner Weidenfeld fasste in einem Fazit die Inhalte der Konferenz zusammen und arbeitete vier strategische Kernelemente heraus: Er konstatierte erstens, dass aufgrund der enormen Vielschichtigkeit der globalisierten Welt den Bildern als Reduzierer von Komplexität erhebliche Macht zukomme. "Wir müssen daher Strategien entwickeln, damit wir die Bildsprache erlernen und die Bildermacht gesellschaftlich nutzbar machen können". Weidenfeld betonte dabei, dass jeder Einzelne zum kreativen Gestalter der Bilderwelt werden könne. Zweitens hob er hervor, dass der transnationalen Wirtschaft eine national organisierte und legitimierte Politik gegenüber stehe; daher müssten die segmentierten öffentlichen Entscheidungssysteme geöffnet werden. Drittens müsse sich die Politik der ritualisierten Hektik entziehen und Räume des Strategischen entwickeln. Sie müsse Perspektiven entwerfen und durchhalten. Schließlich stellte Weidenfeld fest, dass sich die konventionelle Agenda der Wirtschaftspolitik erschöpft habe. Stattdessen befänden wir uns auf dem Weg in die kreative Ökonomie, in der sich Unternehmen als kulturell-gesellschaftliche Akteure begreifen müssten. In Zukunft entschieden eine innovative Bildungs- und Kulturpolitik sowie kulturelle Offenheit über den Erfolg eines Standorts. Schließlich habe die Konferenz gezeigt, dass Deutschland in einer Zeit der Begründungsdefizite lebe. "Als Diskussionsforum hat fore/sight einen wichtigen Beitrag geleistet, die Begründungsdefizite zu reduzieren."


Werner Weidenfeld, Direktor des C·A·P, bei seiner Bilanz der Konferenz.

Glück zu erstreben ist noch immer ein Ansporn für den Menschen – zu allen Zeiten, in allen Gesellschaften, schildert Lord Richard Layard, Wirtschaftswissenschaftler an der LSE. Wo Glück und Zufriedenheit herrsche, sei alles beim Guten. Doch wo ist dies der Fall? Glücklicher sind die Menschen in Deutschland heute nicht als vor 30 Jahren, obgleich der Lebensstandard seither klar gestiegen ist, konstatiert er. Glück gelte längst als objektivierbar. „Warum wollen Menschen Geld?“, fragt Layard rhetorisch und gibt sogleich die Antwort: Sie wollen in erster Linie mehr Geld als andere; erst jenes „komparative Element“ mache den Menschen glücklich. In Zeiten, in denen der Individualismus in den westlichen Gesellschaften so stark ausgeprägt sei wie noch nie, müsse diesem ein „Konzept des Allgemeinwohls“ entgegen gestellt werden. Wenn dies auf der Basis einer Religion nicht möglich sei – „dann müssen wir dies auf etwas Neuem aufbauen“. Grundsätzlich aber gelte, ist Layard überzeugt: „Ohne Mitgefühl und Nächstenliebe kommt eine Gesellschaft nicht aus.“

Nur mit einem Dialog zwischen den wichtigen gesellschaftlichen Gruppen ließen sich  Blockaden im Laden lösen, resümierte Josef Ackermann zum Abschluss der Konferenz. Daher setze das Gespräch, die Debatte zwischen Politik, Wirtschaft und Kultur wie sei auf der Zukunftskonferenz geführt wurde, Maßstäbe. Ansonsten bemühte Ackermann in Weimar Goethe. In dessen Faust heißt es, einmal mehr aktueller denn je: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“


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