29.09.2016
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Belieforama - Vielfalt der Weltanschauungen und Religionen

Fragen des demokratischen Miteinanders, die sich aus religiöser und weltanschaulicher Vielfalt ergeben, gewinnen in den europäischen Gesellschaften zunehmend an Bedeutung. Die Vielfalt von Religionen, Weltanschauungen und Glaubensgemeinschaften wird nicht nur größer, sondern ist auch Gegenstand vieler Ängste und Vorurteile sowie Angelpunkt gesellschaftlicher Konflikte.


In diesem Kontext haben die Organisation CEJI (a Jewish contribution to an inclusive Europe) und weitere sechs Partnerorganisationen aus ganz Europa ein Praxisprogramm für die Erwachsenenbildung entwickelt, das sich mit Themen von Weltanschauung, religiöser Vielfalt und Anti-Diskriminierung in diesem Zusammenhang beschäftigt. Belieforama ist offen für Menschen jeder religiöser wie nichtreligiöser Zugehörigkeit bzw. Weltanschauung und zielt darauf ab, eine Sensibilisierung und Auseinandersetzung zu dieser Thematik zu fördern.

Ziele des Programms

  • Bewusstsein darüber schaffen, dass jede Person eine einzigartige weltanschauliche und/oder religiöse Identität besitzt.

  • Dialog und Erfahrungsaustausch zwischen Menschen verschiedener religiöser, weltanschaulicher und kultureller Zugehörigkeit zu ermöglichen und zu fördern.

  • Sensibilisierung für gegenwärtige Ausprägungen von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung in Bezug auf Religion und Weltanschauung.

  • Komplexität und Reichtum von religiöser und weltanschaulicher Vielfalt würdigen.

  • Individuelle Fertigkeiten sowie institutionelle und kollektive Strategien zur Schaffung von inklusiven interkulturellen und interreligiösen Lebensräumen entwickeln.

Methode & Setting

Der pädagogische Ansatz von Belieforama beruht auf dem Eine Welt der Vielfalt Training, das 1985 vom World of Difference ® Institute der Anti Defamation League entwickelt und vom C·A·P für die Bildungsarbeit in Deutschland adaptiert wurde.

Entsprechend erfolgt die Vermittlung der Inhalte erfahrungs- und prozessorientiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in Übungen und Rollenspielen selbst aktiv und gewinnen ihre Erkenntnisse durch eigene Erfahrungen. Die Aktivitäten ermöglichen das Nachempfinden unterschiedlicher Lebensperspektiven und fordern dazu auf, Verantwortung für das Miteinander ‚Hier & Jetzt' zu übernehmen. Ein offener Prozess - ausgerichtet an dem, was in der jeweiligen Gruppe thematisch am wichtigsten erscheint, ermöglicht alltagsnahe Lernerfahrungen. Diese Erfahrungs- und Lernprozesse können nur in einer vertrauensvollen und offenen Atmosphäre stattfinden. Alle Faktoren (Moderator, Gruppe und die sonstigen Rahmenbedingungen) tragen dazu bei, diese zu schaffen.